23. August 2017 - 17:55 Uhr

Gemeindebrief September/Oktober/November


Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

im Pastorengarten stehen zwei Apfelbäume. Mitten in der Großstadt, am Elbhang gegenüber dem Hamburger Hafen. „Finkenwerder Herbstprinz" heißt die alte Apfelsorte. Säuerlich mürbe schmeckt sie, norddeutsch eben. Jedes Jahr sind wir stolze Apfelbauern, bringen die Ernte ein – und verschenken die Früchte an Nachbarn.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen". Dieses mutige Wort wird Martin Luther zugeschrieben.

500 Jahre Reformation feiern wir in diesem Jahr, erinnern an die Kraft Gottes, die im Mut Martin Luthers wirkte und bis heute nachwirkt. Am 31. Oktober wird erstmals in Hamburg gesetzlicher Feiertag sein. Willkommen zum Gottesdienst um 11 Uhr bei uns.

Mutig sein und Hoffnungszeichen setzen auf St. Pauli und anderswo – das brauchen wir in einer unübersichtlichen und widersprüchlichen Welt, die uns manchmal Angst macht.

Mit den Kindern singen wir: „Wenn du willst, dann bleibt´s kein Traum, wir pflanzen unsern Apfelbaum (...). Tief wachsen Wurzeln in die Erde. Hoch in den Himmel wachsen Äste". Dazu machen die Kinder Bewegungen: Ganz tief nach unten gebeugt werden die Finger zu Wurzeln, dann strecken sich die Arme so hoch es geht in die Luft. Was wie eine gute Morgengymnastik aussieht, hat tiefen Sinn: Damit Kinder wachsen können, brauchen ihre Seelen Wurzeln des Vertrauens und die Freiheit, sich selbst zu entfalten. Deshalb erzählen wir vom Glauben, dem Halt, den er gibt, und der Freiheit, die er schafft.

Das ist der Kern des Protestantismus: Hoffnungszeichen setzen. Ich finde, das passt besonders gut in einer Zeit, in der die Tage kürzer werden, es trübe und kalt wird.

Jeder kleine Apfel erinnert uns an Großes: An das Paradies, den Erntedank zur Reife und daran, dass ich selbst wie ein Baum bin, der Hoffnungsfrüchte trägt. Gesegneten Herbst!

Ihre St. Pauli Pastoren
Martin Paulekun und Sieghard Wilm


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Aktuelles

Gemeindebrief April Mai 2021

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Land unter. Das Schiff treibt ins Ungewisse. Dann weichen die Wasser, die Taube bringt den Ölzweig zum Beweis: Land in Sicht! So erzählt es die Geschichte von Noahs Arche. Eine Überlebensgeschichte der Menschheitsfamilie.

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Chronik „Kreuz, Anker, Herz"

200 Jahre St. Pauli Kirche – das sind mehr als zwei Jahrhunderte Geschichte vom Kiez und seinen Bewohnern. Vor den Toren Hamburgs begann die kirchliche Arbeit schon im 17. Jahrhundert. 1820 wurde die heutige Kirche am Pinnasberg erbaut und dem Apostel Paulus geweiht. Hier wirkte Clemens Schultz und entwickelte die kirchliche Sozialarbeit in der Nachbarschaft von Hafen und Rotlicht. Heute ist die Kirche ein Ort für „Glaube, Hoffnung und Liebe". Sie stellt sich an die Seite der Schwachen, Ausgegrenzten und Geflüchteten. Sie öffnet ihre Türen für Stadtteil und Kultur. Sie können die Chronik beim Hamburger Abendblatt bestellen unter:

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