17. Mai 2017 - 10:17 Uhr

Gemeindebrief Juni/Juli/August


Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,


alle an einem Tisch! So zeigt es das Bild aus Äthiopien. Es ist ein runder Tisch, um den alle Tiere versammelt sind. Der Löwe hat offensichtlich den Vorsitz, neben ihm der Elefant und der Springbock. Raubtiere und ihre Opfer sitzen an einem Tisch. Ob das gut gehen kann? Der Affe liest offensichtlich vom Lesepult aus der Bibel vor. Vielleicht ist es die prophetische Vision aus dem Buch Jesaja „Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh fressen wie ein Rind..." Schön wärs. Ist dem Tierfrieden zu trauen? An der feier­lichen Tafelrunde, die an eine Abendmahls­­szene erinnert, sehen nicht alle glücklich aus. Ist das Angst in den Augen der Tiere? Noch scheint das Vertrauen zerbrechlich.

Der Tierfrieden ist ein Jahrtausende altes Hoffnungsbild. Es stellt dem Betrachter die Frage: Wenn es schon die Tiere schaffen, sich an einen Tisch zu setzen, warum gelingt es dann nicht den Menschen?

Im Juli findet das G20-Gipfelreffen in den Messehallen, also in unserem Gemeindegebiet statt. Die politische Elite der 20 führenden Industrienationen trifft sich am Konferenztisch, darunter Trump, Putin und Erdogan. Die großen Tiere bleiben unter sich. Es geht um Macht, nicht um Menschenrechte, Toleranz und Verteilungsgerechtigkeit. Das löst Protest und Widerstand aus, ein massives Sicherheitsaufgebot wird aufgefahren. Ein belastender Ausnahmezustand für die Bewohner des Karo- und Schanzenviertels. Das macht vielen Angst. Gehen oder bleiben? Das ist lange schon das Nachbarschaftsthema.

Alle, die über den 7. und 8. Juli bleiben, werden wir unter dem Motto „Alle an einem Tisch" einladen, mit uns ein nachbarschaftliches Picknick zu feiern. An Gottes Tisch ist für alle Platz. Von dieser Großzügigkeit Gottes zu lernen, das wünschen wir uns in diesem Sommer.

Ihre St. Pauli Pastoren
Martin Paulekun und Sieghard Wilm


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Aktuelles

HIMMEL, HIMMEL, MOOS, MOOS

Unser Kirchturm bröckelt und muss saniert werden, damit bis zur 200-Jahrfeier der St. Pauli Kirche im Jahre 2020 wieder alles chic ist..

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Gemeindebrief Dezember/Januar/Februar

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,


ein Bild wie im Traum: Die Spitze der St. Pauli Kirche leuchtet, als verbinde sie sich mit dem Himmel, ganz in blaues Licht getaucht. In manchen Momenten des Lebens scheint es so zu sein. Da berühren sich Himmel und Erde. Da ist uns wie Weihnachten.

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Sterbende begleiten lernen

Qualifizierte Vorbereitung für ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen

Das Sterben ist eine wichtige Phase des Lebens. Dieser Kurs bietet Raum und Anleitung zur Auseinandersetzung mit dem Lebensende. Im begleitenden Praktikum sammeln Sie erste Erfahrungen. Der anschließende Vertiefungskurs ermöglicht Ihnen die ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizdienst.

Infoabende am 27.11.2018 und 10.01.2019 um jeweils 18 Uhr

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Gemeindebrief September/Oktober/November

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,


die Seiten rascheln wie Herbstlaub, das Leder ist gezeichnet vom Alter, das Buch riecht nach Erdenstaub und viel Geschichte. Das Titelbild zeigt, wie die häufige Benutzung den Buchdeckel durchgescheuert hat. Diese Bibel wurde gebraucht, vielleicht war sie von Generation zu Generation sogar das einzige Buch im Haus.

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Gemeindebrief Juni/Juli/August

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,


endlich Sommer und Sonne. Die Sehnsucht danach ist bei den meisten Menschen groß. Aber Sommer heißt auf St. Pauli auch: Großveranstaltungen, Krach, Müll, Alkohol und lärmende Besucher bis spät in die Nacht; so als sei auf St. Pauli alles erlaubt.

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Gemeindebrief März/April/Mai

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,


ist das Boxen oder ein Jux? Die Dame auf dem Titelbild kommt uns nah. Nicht nur mit ihren Fäusten, sondern auch mit jeder Spur, die das Leben in ihr Gesicht gezeichnet hat. Wer will ihr zuhören, wer hält das aus, was sie zu sagen hat? Wofür kämpft sie? Und was liebt sie?

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Gemeindebrief Dezember/Januar/Februar

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Leserinnen und Leser,

ein echter St. Pauli Engel, den Uli Pforr* da gezeichnet hat: Joint, Nachthemd, viel zu dick, Punkerfrisur mit grün gefärbten Haaren und an der linken Hand ein kleiner Teufel. So hat der Himmelsbote als lebensgroße Figur zusammen mit den beiden Pastoren auf der Reeperbahn gestanden, gegenüber dem Pulverfass.

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